Einen tollen Blick auf Rhodos-Stadt sowie – bei klarem Wetter – die Aussicht auf die Insel Symi und die türkische Küste bietet der 110 Meter hohe „Berg“ Agios Stefanos, oder auch Monte Smith / Λόφος Αγίου Στεφάνου (Μόντε Σμιθ) im Südwesten der Stadt.
Agios Stefanos (Monte Smith) / Λόφος Αγίου Στεφάνου
Auf dem Hügel befindet sich die Akropolis von Rhodos / Ακρόπολη της Ρόδου (Tempel des Apollon), von der allerdings nicht mehr viel übrig geblieben ist. Die Steine der Akropolis wurden über die Jahrhunderte von den Bewohnern oft als Baumaterial zweckentfremdet. Lediglich einige Säulen und Kapitelle (der obere Abschluss einer Säule) sind erhalten geblieben, die bei unserem Besuch leider auch noch eingerüstet waren.
Die Akropolis dominierte einst den westlichen und höchsten Teil der Stadt Rhodos. Sie war eine monumentale Anlage mit Heiligtümern, großen Tempeln, öffentlichen Gebäuden und unterirdischen Kultstätten. Die Gebäude wurden etappenweise auf verschiedenen Ebenen auf geformten Plateaus errichtet, die von starken Mauern gehalten wurden. Die Monumente der Akropolis stammen aus der hellenistischen und späthellenistischen Zeit (3.–2. Jahrhundert v. Chr.).
Unterhalb der Akropolis befindet sich das antike Stadion / Αρχαίο Στάδιο Ρόδου aus dem 3. Jahrhundert. Es ist mit seinen 210 Metern Länge recht beeindruckend. Erhalten geblieben sind die Sphendonen (die abgerundeten Enden mit den Wendemarken), die Beamtensitze und einige Tribünen. Im Stadion wurden die Haleion-Spiele zu Ehren des Sonnengottes Helios abgehalten.
Das kleine Odeon / Οδείο, ein aus Marmor errichtetes Theater, fasst etwa 800 Zuschauer und wird auch heute noch genutzt. Es liegt nordwestlich des Stadions.
Die Ausgrabungen und Restaurierungsarbeiten der im Krieg stark beschädigten Anlage dauern bis heute an. Der komplette archäologische Akropolis-Park ist rund 12.500 m² groß. Bei einem Besuch sollte man sich unbedingt etwas zu trinken einpacken, da das Gelände nur sehr wenig Schatten bietet.


