Der Likavittos (Λυκαβηττός, altgriechisch Lykabettos) ist der markante Stadtberg und mit 277 m die höchste natürliche Erhebung im Athener Stadtzentrum.
Bei klarer Sicht kann man von hier aus das gesamte Stadtgebiet und den Großraum Athen bis hin zum Meer überblicken.
Trotz der grandiosen Rundumaussicht ist der Berg bei Weitem nicht so überlaufen wie andere Attraktionen der Stadt.
Das mag daran liegen, dass der Hügel etwas abseits der typischen Touristenpfade liegt und der Fußweg steil nach oben führt.
Interessanterweise steuern auch die klassischen Hop-on-Hop-off-Busse den Gipfel nicht direkt an.
Standseilbahn-Station
Eine kleine Attraktion für den Aufstieg ist die Standseilbahn (Funicular), die im Inneren des Berges durch einen Tunnel verkehrt.
Die Talstation ist im dichten Straßengewirr von Kolonaki nicht ganz einfach zu finden, weshalb wir uns zunächst für den Aufstieg zu Fuß entschieden haben... (haha).
Der Aufstieg über die Serpentinenwege und Treppen ist zwar durchaus sportlich, im angenehmen Oktoberklima aber ohne übermäßiges Schwitzen gut machbar.
Unterwegs bieten schattige Bänke und Aussichtspunkte mit freiem Blick auf die Akropolis, das Panathinaiko-Stadion bis hinüber zum Hafen von Piräus eine willkommene Gelegenheit für eine kurze Verschnaufpause.
Blick auf Athen von einem Aussichtspunkt beim Aufstieg
Auf dem Gipfelplateau befindet sich eine weitläufige Aussichtsterrasse mit einem überwältigenden 360-Grad-Panorama.
Hier steht die weiß getünchte Sankt-Georgs-Kapelle (Ιερός Ναός Αγίου Γεωργίου) samt Glockenturm, begleitet von einer Sky Bar und einem Restaurant der gehobenen Preisklasse.
Vom Plateau aus blickt man zudem auf das 1965 vom Architekten Takis Zenetos entworfene Freilichttheater mit rund 4.000 Plätzen, in dem in den Sommermonaten spektakuläre Konzerte und Festspiele stattfinden.
Das FreilichttheaterDas RestaurantSankt-Georgs-KapelleGlockenturmAusblickEingangAufstieg über TreppenDie Standseilbahn
Noch ein Wort zur Standseilbahn:
Die Fahrt kostet rund 4–5 Euro pro Person. Da die Bahn komplett im Tunnel verkehrt, sieht man während der Fahrt selbst verständlicherweise nichts von der Landschaft.
Uns hat das Erlebnis dennoch Spaß gemacht – schließlich fährt man nicht alle Tage mit einer unterirdischen Seilbahn.
Landschaftlich reizvoller bleibt natürlich der Fußweg mit seinen wechselnden Aussichten, auch wenn die Treppenstufen etwas Kondition erfordern.
Alternativ lässt sich der Gipfelbereich auch bequem mit dem Taxi erreichen.
Eine detaillierte Wegbeschreibung zur Seilbahnstation in Kolonaki findet sich auf Google Maps.